Den ersten Teil noch nicht gelesen? Hier gehts weiter: Teil I.

David Ricardo

David Ricardo

Durch den napoleonischen Krieg und dem Verbot von Getreideimporten stieg der Preis für Nahrungsmittel stark an. Der Vorteil war den Produzenten schlagartig klar. Menschen benötigen Nahrungsmittel und kaufen jene trotz des hohen Preises. Importbeschränkungen müssen daher erhalten bleiben! Ricardo zeigte ein Problem in Smiths Theorie auf – die Konkurrenz.

Einige Ressourcen haben einen gewissen, knappen Ausstoß. Wenn eine hohe Nachfrage besteht, kann immer mehr Geld akkumuliert werden. Wenn ein Gut für 15€ verkauft wird, aber nur 10€ in der Herstellung kostet, erhält der Produzent mehr als angedacht.

Dies nannte Ricardo „Produzentenrente“. Solche Gewinne waren aber schlecht für die Wirtschaft, da Reinvestitionen den Wohlstand garantieren. Smith ging davon aus, dass die Konkurrenz das Problem löste, Ricardo war anderer Meinung.

Wer in einer bestimmten Umgebung Land hat, und die Nachfrage groß ist, kann es an irgendjemanden verpachten, und zwar ohne Konkurrenz. Es wird also Geld akkumuliert, jedoch ohne einen Nutzen für die Gesamtwirtschaft. Reinvestiert muss auch nicht unbedingt werden, da für Land (Wohnungen, Häuser) keine Maschinen gekauft werden müssen.

Karl Marx

Karl Marx

Marx setzte den Wert eines Gutes mit der benötigten menschlichen Arbeit für die Produktion fest. Wenn also Maschinen für die Herstellung von Gütern benutzt werden, sinkt der Wert jener, da weniger menschliche Arbeit dafür benötigt wird.

Profite werden laut Marx bei der Produktion gemacht. Sie entstehen aus dem Gut selbst, dass ein Mensch selbst hat – seine Zeit – sowie dem Wert des Gutes, dass durch die tatsächliche Arbeit hergestellt wurde. Die Zeit wird zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gehandelt und mit dem bezahlten Gehalt aufgewogen.

Was ist der Wert dieses Gutes (der Zeit)? Die Arbeit die in dieses Gut gesteckt wird. Deshalb ist der Wert des Gutes gleich mit dem Wert der Arbeit des Menschen. Das produzierte Gut entspricht allerdings nicht immer dem anderen Wert, denn wenn 100€ bezahlt, jedoch Güter im Wert von 200€ hergestellt werden, entsteht Mehrwert für den Unternehmer.

„Je größer die Produktivkraft der Arbeit, desto kleiner die zur Herstellung eines Artikels erheischte Arbeitszeit, desto kleiner die in ihm kristallisierte Arbeitsmasse, desto kleiner sein Wert. Umgekehrt, je kleiner die Produktivkraft der Arbeit, desto größer die zur Herstellung eines Artikels notwendige Arbeitszeit, desto größer sein Wert.“[1]

Wenn aber, wie anfangs erwähnt, immer mehr Maschinen gekauft werden, verändert sich der Wert der menschlichen Arbeit. Güter hängen aber von der menschlichen Arbeit ab und so kommt es zu geringen Preisen, was zu Profiteinbußen führt. Dann werden Arbeiter entlassen und es kommt zu einer Krise. Unternehmen die überleben, können in der Rezession gut einkaufen. Arbeiter arbeiten für gleiches oder geringeres Gehalt, jedoch viel härter, weil sie ersetzbar werden.

Jetzt ändert sich der Kurs wieder, und die Wirtschaft erholt sich…bis die nächste Krise vor der Tür steht. Jede Rezession lässt aber immer mehr Menschen in Armut zurück, daher kann dieses Spiel nicht ewig weitergehen. Kapitalismus ist also im Sinne Marx nicht unfair, sondern irrational.

Fazit

Wie wir sehen, beschreiben Smith, Ricardo und Marx einen Gesamtzustand der Wirtschaft, in der Volkswirtschaftslehre auch Makroökonomie genannt. Es ist die Zeit der „Klassiker“, die vornehmlich auf die Harmonie des Marktes achten (unsichtbare Hand) sowie das Problem eines entstehenden Überschusses beschreiben. Denn wie wir gesehen haben ist ein Überschuss, der nicht zurück in die Wirtschaft fließt, kein besonders guter Deal.

[1] Marx, Das Kapital.

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