Schon der Klappentext des Buches nimmt die Geschichte vorweg. Katharina Blum ist eine junge hübsche Frau, über die in der Zeitung unseriös und reißerisch berichtet wird und daraufhin den Journalisten Tötgens erschießt.

Zusammenfassung: Wie kommt es dazu?

Blum, eine Wirtschafterin die sich durch Genauigkeit, Sparsamkeit, Hilfsbereitschaft und Ehrgeiz auszeichnet, lernt auf einer Feier den Kriminellen Ludwig Göttens kennen, mit dem sie sich noch am gleichen Abend nach Hause begibt. Daraufhin kommt sie ins Visier der Polizei, die Katharina Blum mehrmals vernimmt. Bei der Protokollführung besteht die Frau mehrmals auf Änderungen im Text, da sie in einigen Begriffen einen Unterschied sieht, z.B. in Zudringlichkeit und Zärtlichkeit. Zärtlichkeit sei eine beidseitige und Zudringlichkeit eine einseitige Handlung. Das stellt einen Kontrast zu der Zeitung dar, die über Katharina Blum verdreht, reißerisch und unbesonnen berichtet. Auch die Interviews ihrer Mitmenschen werden völlig anders widergegeben. So wird aus „Klug und intelligent“, eine Aussage von Dr. Blorna, ein Arbeitgeber von Blum, „Eiskalt und berechnend“.

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Andere Zeitungen berichten seriös über ihren Fall und nehmen sie sogar in Schutz, was aber nicht ins Gewicht fällt, da die Zeitung die höchsten Auflagen hat. Die Sensationsgier geht sogar so weit, dass der Journalist Tötgens, zu Katharinas Mutter vordringt, die sehr krank im Krankenhaus liegt. Auch ihre Worte werden verdreht und sie stirbt kurz darauf, was wiederum für einen hetzerischen Text sorgt. Auch Katharinas Mitmenschen kommen ins Visier der Zeitung und werden Opfer der Boulevardzeitung. Katharina erhält inzwischen Drohbriefe und weniger schmeichelhafte Briefe. Schlussendlich bietet sie Tötgens ein Exklusivinterview an, erschießt ihn aber in ihrer Wohnung. Daraufhin fährt sie wenig später zur Polizei und stellt sich. Katharina wurde von einer blumenhaften zu einer verzweifelten und wütenden Person ohne Reue.

Meinung

Das Buch zeigt realistisch, wie Journalisten und Zeitungen das Leben von Menschen in der Hand haben und zerstören können. Es ist das Kernthema der Erzählung. Die Polizei verhält sich zwar korrekt, aber stellenweise fragt man sich als Leser, ob einige Fragen an Katharina wirklich notwendig sind bzw. wie schwer es als Verdächtige ist, wenn Lücken im Leben gefunden werden, die jedoch wenig mit dem eigentlich Fall zu tun haben. Interessant sind die Mitmenschen von Katherina, die ihr so gut als möglich helfen, aber später selbst ins Visier der Presse geraten und dadurch ihr Leben eine negative Wendung nimmt.

Interessant ist der Name der Hauptakteurin. Katharina Blum. Namen sollten bei jeder Literatur beachtet werden, denn sie haben meistens einen direkten Bezug zur Geschichte.

Katharina kommt aus dem griechischen und bedeutet „die reine“. Blum assoziiert man sofort mit Blume. Aus diesen beiden Wörtern lässt sich „die reine Blume“ bilden. Der Journalist hat den Namen Tötgens, was eher negativ bewertet wird, da an töten gedacht wird. Schon allein durch die Namensgebung kann auf Handlungen und Charakterzüge der Personen geschlossen werden.

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