Der Standard hat am 26.02.2016 einen Artikel mit der Überschrift „Österreicher bleiben bei Bausparern und Betongold“ aufgrund einer APA-Aussendung veröffentlicht. Inhalt ist das Anlagedenken in Österreich, gestützt auf eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Spectra. Welche Anlagen sind für Österreicher attraktiv? Fazit: Sicherheit steht hoch im Kurs und geht vor Gewinn.

Welche Anlagen sind für Österreicher interessant?

Eine Zusammenfassung des Artikels:

Österreicher präferieren die herkömmlichen Geldanlagen. 53% sind von Immobilien überzeugt, 35% tendieren zu einem Bausparer und immerhin 31% denken an das Sparbuch. Edelmetalle kommen auf 27% und Lebensversicherungen auf 23%. Fonds liegen bei 12% und Aktienanlagen bei 10%. Kunst schafft es auf 12%.

Interessant ist, dass Österreicher die „besten Anlageform“ mit „Sicherheit“ gleichsetzen. Damit wird erklärt, warum die herkömmlichen Anlageformen hoch im Kurs sind.

Schokierend: Langfristige Investitionen sind nur für 19% interessant.

Lediglich 13% haben bei der Wahl ihrer Anlage hohe Gewinne im Auge.

Österreich – Das Land der Bausparer

Einhaken möchte ich gleich bei einer kleinen aber feinen Nuance: „Sicherheit geht vor Gewinn“. Klar, Sparbuch und Bausparer gelten als sicher, aber Immobilien würde ich im Verhältnis grundsätzlich nicht zu einer sicheren Geldanlage zählen. Das Anlageobjekt selbst vielleicht schon, aber wenn die Wohnung nur leer steht zählt sie für mich nicht als sichere Anlage. Im Gegenteil, die Immobilie schluckt Geld und spuckt keines aus.

Österreicher bleiben Sparbuch und Bausparen treu – nicht überraschend. Wir sind halt doch ein risikoscheues Volk, was mit dem Sicherheitsdenken, aber auch mit der Gewinnaussicht bei der Auswahl der Anlageform korreliert.

Bei Aktien und Fonds zeichnet sich ein düsteres Bild ab. Gott sei Dank nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland (puuuh ;)).

Spectra schreibt dazu in ihrer Studie:

Immerhin ergibt sich über die letzten 5 Jahre seit Dezember 2010 eine Verbesserung von je 4%-Punkten bei Fonds (von 8% auf 12%) und Aktien (von 6% auf 10%).

Was wird nicht erwähnt?

Die Studie zeigt aber auch ein anderes Bild. Im langfristigen Vergleich (2010-2016) haben die klassischen Anlageformen wesentlich an Attraktivität verloren! Die Gewinner sind Immobilien allgemein (+15%), Aktien (+4%), Fonds (+4%), Kunst (+7%) und Unternehmensbeteiligungen (+4%).

Dabei sollte aber nicht außer acht gelassen werden, dass Fonds und Aktien schon bei 27% und 15% standen.

Das langfristige Denken hat sich entgegen der sicheren Geldanlage ein wenige emporheben können.

Grafiken

Wo würden Sie in nächster Zeit Geld anlegen? (Spectra)

sicher, längerfristig oder Gewinnchance?

 

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