Der Teufel liegt im Detail – Warum Perfektion schlecht ist

Wir sind getrieben von Perfektion. Bei unseren Körpern und den gephotoshopten Models auf Hochglanz-Magazinen wird das besonders sichtbar. Den perfekten Körper wird ein Mensch fast nie besitzen. Man kann wahrscheinlich höchstens mit sich selbst zufrieden sein.

Dieser Perfektionsdrang drängt sich zusätzlich bei vielen anderen Bereichen in den Vordergrund. Nur ein Beispiel aus dem Studentenleben. Viele haben Angst, die geschriebene Arbeit könnte nicht gut genug sein und editieren bis 1 Minute vor Abgabe herum. Verbesserung? Höchstens 0,5%. Andere machen sich so extreme Sorgen und schaffen die Abgabe extrem verzögert oder gar nicht. Es gibt sogar so perfektionistische Menschen, die von vorhinein ins Unglück hineinrauschen, indem sie gar nicht erst beginnen. Perfektionismus hat aber noch zusätzliche Folgen. Wenn das Optimum für den Vorgesetzten nicht erreicht wurde ist Frustration meistens die Konsequenz. Fehler werden als vermeidbar und persönliches Defizit gesehen.

Ich habe zwar nicht recherchiert, könnte mir aber vorstellen, dass Perfektionismus zugenommen hat. Stell dir vor, dein Vorgesetzter hätte vor einigen Jahrzehnten gesagt: „Um 10 Uhr muss die Projektplanung bei mir auf dem Tisch liegen“ Mit Schreibmaschine bewaffnet fertigst du einen Plan und schreibst das Konzept nieder. Kopieren, verschieben und Einfügen gibt’s nicht.

Das Problem ist offensichtlich. Erstens schafft man sich selbst einen unnötigen Zeitdruck. Zweitens führt eine zu perfektionistische Haltung zu Verzögerungen. Drittens kann es sogar dazu führen, dass ein Projekt gar nicht abgeschlossen wird.

Nicht falsch verstehen, ein gewisser Perfektionismus ist gut und sogar wichtig. Ein Designer wird kaum Aufträge erhalten, wenn er nicht auch Details im Blick hat, die anderen beim Arbeiten nicht auffallen. Dennoch darf sich auch er nicht von dem digitalen „Ich kann immer weiter daran Arbeiten“ Kredo aufhalten lassen.

Speziell als Verantwortlicher spielen schnelle Entscheidungen eine große Rolle. Dabei kann oft nicht auf Perfektion geachtet werden.

Mit der Kritik an Perfektionismus will ich auch nicht den Ehrgeiz dahinter angreifen. Mittelmaß gibt es schon zu oft. Ein streben nach dem besten Ergebnis ist toll und eine schöne Herausforderung. Das zu perfektionistische Arbeiten ist dem besten Ergebnis aber meistens ein Dorn im Auge. https://www.palverlag.de/perfektionismus-test.php

Hier noch einmal zum Nachhören:

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