spiegel.de hat einen grandiosen Artikel rausgehauen: „So hoch ist Ihr Einkommen im Vergleich zu anderen“.

Grandios, weil er ein interaktives Tool zum Einkommensvergleich enthält…

Und die Redakteure etwas essenzielles übersehen haben.

Die Zusammenfassung des Artikels

Um was geht es?

Im Beitrag schreiben die Spiegel-Redakteure über das Einkommen. Als Aufreißer dient Friedrich Merz Kommentar, dass er sich nicht zur gehobenen Mittelschicht zählen würde.

Ein interaktives Tool zeigt dir dann, wie viel andere Menschen mit gleicher Bildung oder Familiensituation verdienen. Außerdem siehst du, wer mit wenig Geld auskommen muss.

An sich ein interessanter Artikel…

Was stört?

Ein ganz besonderer Satz:

„Wie wohlhabend bin ich im Vergleich?“

Einkommen = Wohlhabend ?

Gut, wohlhabend ist ein sehr schwammiger Begriff.

Für mich bedeutet er „reich sein„.

Und auch im Spiegel-Artikel greifen die Redakteure auf das Schema „arm und reich“ zurück.

Als Finanzblog-Leser weißt du sicher schon, um was es geht.

Einkommen mit „reich sein“ oder „wohlhabend“ gleichzusetzen ist einer der größten Finanzirrtümer.

Und auch ich glaubte daran.

Aber…

  • Im amerikanischen Raum kam 2015 eine Studie von Nielsen zum Ergebnis, dass 25 % von der Hand in den Mund leben. Bei einem Verdienst von…halte dich fest… $ 150.000 pro Jahr!
  • Im berühmten, und absoluten must-have Buch von Kyosaki „Rich Dad Poor Dad“* findest du Beispiele dazu, warum ein hohes Einkommen nicht gleichzeitig mit Wohlstand gleichzusetzen ist.

Wenn du jetzt aber annimmst, das ist nur bei den Amis so, dann schau dir die „High-Society“ in Europa an: Fußball-Stars werden Schulden-Stars und Boris Becker muss mit dem Verkauf von seinem Tennisschläger über die Runden kommen. Um fair zu bleiben: Auch falsche Berater sind für Schulden der Sportler verantwortlich.

Aber trotzdem nehmen wir automatisch an, dass der gut verdienende Top-Anwalt immer reicher ist, als der Durchschnitts-Verdiener.

Lifestyle-Inflation, hat sich dafür als Begriff eingebürgert. Ein höheres Gehalt führt zu höheren Ausgaben. Der alte VW ist kaputt? Ein Tesla muss her. Die no-name Hose ist kaputt? Her mit der Markenkleidung! Einen super-anschaulichen Artikel hat Zack van Zant dazu geschrieben (Englisch).

Diese Aufklärung hätte dem Spiegel-Artikel noch gut getan. Was meinst du?

Vermeide die Lifestyle-Inflation und pass auf diese eine Falle auf

Keine Frage: Leiste dir etwas in deinem Leben!

Aber pass unbedingt auf diese fatale Falle auf:

Vergleiche dich nicht.

Was heißt das?

Oft führt der Vergleich mit deinem Umfeld zur Lifestyle-Inflation. Der Kollege hat den neuen BMW vor der Haustüre stehen? Brauch ich auch! Was soll er sonst über mich denken, wenn ich mit dem 3 Jahre alten Audi vorfahre?

Du würdest das nie machen? Dann denke mal an Kleidung, Uhren, Schuhe, Wohnsituation, Essen…vielleicht findest du dich in einer Kategorie wieder.

Eines noch: Wenn du eine Gehaltserhöhung bekommst, erhöhe gleichzeitig deinen Sparplan oder deine monatlichen Überweisungen auf das Cashkonto bei deinem Broker. Damit hast du das Problem fast automatisch aus der Welt geschafft.

 

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