Die partnerschaftliche Ausgabenliste (Auch für Singles geeignet)
Wenig Aufwand (Erstellung und Bearbeitung)Schneller Überblick über die gemeinsamen AusgabenErleichtert Kommunikation
4.7Gesamtpunktzahl
Finanzüberblick
Aufwand Erstellung
Aufwand Pflege

 

Hallo liebe Freunde der Scheinchen. Der beste Gaukler im Finanznarrenschiff hat zugeschlagen und im September einen Beitrag über Geld und Partnerschaft geschrieben. Um was gehts? Um Streit bei der gemeinsamen Restaurantrechnung, Abnutzungszahlungen bei Autofahrten (Afa in der Beziehung, der Hammer!), DINKS (Double Income No Kids), OIOKS (One Income One Kid) und die gemeinsame Ausgabenliste.

Du suchst außerdem eine Vorlage? Ganz unten findest du einen Link zu einer Datei, die du dir gerne kopieren kannst.

Zusammenfassend:

Der Finanznarr führt mit seiner Frau ein Ausgabenprotokoll in Form einer Excel-Liste. Das Ziel? Die variablen Kosten aufzuteilen. Dabei geht es nicht um ein penibles Aufschreiben, sondern um eine runde Zusammenfassung der Ausgaben. Zahlt jemand mehr, wird das im nächsten Monat aufgerechnet.

 

Am 15. September schrieb ich folgendes in der Kommentarsektion:

Mein Kommentar beim Finanznarr

Die Ausgabenliste nutzen wir seit zwei Monaten. Vorher haben wir uns abgesprochen und keine Aufzeichnungen gemacht. Hat sich etwas verändert?

Die Kriterien

Wir alle wollen nicht viel Zeit vertrödeln. Ein Kriterium ist daher der Aufwand. Geht die Erstellung der Ausgabenliste schnell? Langsam? Wie ist die Pflege danach? Einfach? Schnell?

Zusätzlich wollen wir durch die gemeinsame Liste einen Überblick schaffen. Wie viel geben wir aus? Für was? Wer?

Die Ausgabenliste

Meine erste Frage war, wie wir eine gemeinsame Ausgabenliste führen. Der Finanznarr schwört auf die klassische Excelliste. Als hipper Finanzboy von heute könnte ich mich natürlich für eine smarte Budget-App entscheiden und meine bessere Hälfte die Software aufschwatzen. Ne, eine dauerhafte Beschallung, wann wer, wie viel und was eingetragen hat brauchen wir nicht.

Nach einer kurzen Absprache entschieden wir uns für eine Google Tabelle in Google Drive (also im Grunde Excel). Das ging  hauptsächlich auf meine Kappe. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Gemeinsames Arbeiten in einem Dokument
  • Jeder hat darauf Zugriff. Es müssen keine Dateien hin und her geschickt werden
  • Echtzeit
  • Online und Offline verfügbar

Du kennst Google Drive noch nicht? Wenn du einen Google Account hast, bekommst du automatisch einen Cloud-Speicher. Dort kannst du Dateien ablegen und u.a. Worddateien, Tabellen und Präsentationen erstellen.

Google Apps; So findest du zu “Drive”

 

Gesagt getan, in einer Blitzaktion legte ich die Datei an, benannte die Felder und das liebevolle, partnerschaftliche Ausgabespiel begann. So sieht unsere Ausgabenliste aus:

Partnerschaftliche Ausgabenliste

Im ersten Abschnitt ist der Monat eingetragen. Klar, einen Bezugspunkt braucht es schließlich. Dann folgen etwas euphemistisch die “Einnahmen”. Das könnte auch “Schulden” heißen. Hier wird unregelmäßig die “Schuld” des anderen berechnet.

In “Divide et impera” hat sich der Historiker in mir ausgelebt. “Teile und herrsche” ist aber nicht falsch. Die Ausgaben werden in diesem Feld /2 geteilt, also auf zwei Personen aufgeteilt. Und was ist mit der Herrschaft? Naja gut, die ist zwar in einer Beziehung nicht in der eigentlich gemeinten Form vorhanden, auch nicht in einem direkten Herrschaftsverhältnis, aber im Prinzip dreht es sich bei Geld um Macht & Herrschaft. Aber das geht bei diesem Beitrag zu weit, bleiben wir beim Thema.

Den ganz Aufmerksamen unter euch ist aufgefallen, dass beim letzten Punkt nicht durch zwei geteilt wird. Hier ist ausschließlich von einer Person gezahlt worden. Außerdem haben wir “Bäcker” mit 3€ mit in der Liste. Normalerweise tragen wir Kleinstbeträge nicht ein. Hier wurde das so abgemacht. Auch private Käufe bleiben natürlich komplett draußen.

Schließlich folgen die Namen, also wer etwas gekauft hat. Dann die Ausgabe und schlussendlich Anmerkungen, die wir für die Einkaufsbezeichnung verwenden.

Erwähnenswert ist noch, dass wir unsere Ausgaben sofort eintragen und nicht erst alles am Wochen-/Monatsende wie manch andere. Das beugt der Prokrastination vor und ist weniger Aufwand (ala “Wo ist die Rechnung noch mal?”).

Vorteil? Nutzen?

Was ist der Nutzen Gandalf Meme

Kurz: Bringt es was? Ja.

Lang: Bringt es was?

Was haben wir durch die Liste gewonnen?

  • Wie viel wir ausgeben
  • Wer mehr/weniger ausgegeben hat
  • Einen Überblick

Was haben wir durch die Liste verloren?

  • Wir haben verloren, dass wir uns die Ausgaben jetzt nicht mehr merken müssen und dadurch unser Gehirn schrumpft. 😉 Scherz beiseite. Mir fällt nichts konkretes ein, bis auf den kurzen Zeitverlust für die Eintragung/en.

Steigt mit der Ausgabenliste die “finanzielle Zufriedenheit” in der Beziehung?

Das kann definitiv nicht verallgemeinert werden und ist subjektiv. Bei uns ist es so, dass die Ausgabenliste die Kommunikation vereinfacht hat, unsere gemeinsamen Ausgaben jetzt festgehalten sind und damit die insgesamte Planung einfacher wird. Was am Anfang nicht funktioniert hat – und das ging lustigerweise auf meine Kappe – war das Eintragen und Aufrufen der Liste an sich. Ich hatte in der ersten Woche die Liste gar nicht beachtet. Vielleicht, weil meine Freundin in dieser Zeit einkaufen ging und es bei mir ziemlich stressig war. Nachdem ich das Dokument aber ein paar mal aufrief passte es.

Diese Beobachtung zeigt, dass die Partner an einem Strang ziehen müssen. Beide müssen diese Liste nicht nur wollen, sondern auch handeln. Wenn sich einer zurücklehnt und gar nichts dokumentiert kann das zwar auch funktionieren, aber nur, wenn der Partner fleißig bleibt und die herumliegenden Rechnungen einträgt.

Wie ist es im Vergleich zu vorher?

Vorher mussten wir uns sehr oft absprechen, wer, wen, was für die gemeinsamen Einkäufe schuldet. Das hat bei uns relativ gut geklappt, war aber ganz selten Auslöser für Minidiskussionen.

Insgesamt hat sich aber sooo viel verändert, weil wir nicht wirklich Probleme mit gemeinsamen Ausgaben hatten. Wenn man aber weiter denkt, ist die Ausgabenliste – wie schon erwähnt – für die Zukunftsplanung äußerst interessant.

Check – Check – Check

Die Ausgabenliste ist sehr einfach anzulegen und benötigt einen minimalen Pflegeaufwand. Der Gewinn ist groß: Die gemeinsamen Ausgaben sind sofort erkennbar und können sehr einfach abgesprochen werden. Das Dokument erleichtert die Kommunikation und beugt Diskussionen vor. Zusätzlich kann noch unzähliges Kategorien- und Zahlengewirr erweitert werden. Bei uns war die Ausgabenliste sinnvoll, hatte aber nicht den extremen Impact, weil unsere Absprachen relativ gut funktionierten. Dennoch würde ich heute gleich zu dem Dokument greifen. Es dient schließlich auch dazu, die Vogelperspektive einnehmen zu können. “The Big Picture” ist neben den Details genauso relevant.

Zur Vorlage:

Ausgabenliste jetzt in ansehen

 

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