Es ist wieder soweit: Dein Gehalt landet am Monatsanfang am Girokonto.

30 Tage später: Du fragst dich, wieso du haarscharf am Minus vorbeirauschst.

Das geht nicht nur dir so. In Österreich und Deutschland liegt die Sparquote laut Österreichischer Nationalbank durchschnittlich bei 9 %. Das sind bei einem Gehalt von 27.000 € netto 2.250 € im Jahr und 187,5 € im Monat.

Interessant ist daran folgendes…

In einer Sparstudie von 2018 ist der häufigste Grund für das Sparen der Aufbau von einem Notgroschen. Was heißt das? Eine unvorhergesehene Zahlung befördert dich mit dieser Sparrate schneller ins Minus als der freundliche Hütchenspieler im Italienurlaub.

Im schlimmsten Fall klebt irgendwann ein Vögelchen auf deinem Eigentum: Sorry, gepfändet. Und das ist nicht mal übertrieben. Der alpenländischer kreditorenverband schreibt:

Österreichweit haben die eröffneten Privatinsolvenzen – wie obige Tabelle zeigt – um 44,90 % gegenüber 2017 zugenommen (2019 sieht nicht besser aus. Die Jahresstatistik gibt es noch nicht).

Wenn du
  • nicht stetig Geld verlieren
  • mehr sparen und dich dabei in deinem täglichen Leben nicht einschränken lassen willst,

dann habe ich ein automatisiertes System, dass dich entspannter Leben lässt.

Warum du ein System brauchst um Geld zu scheffeln und wie es dich automatisch zum Power-Sparer macht

Du kennst das so gut wie ich:

Wir nehmen uns etwas vor, klassischerweise nach einer durchgefeierten Silvesternacht…

Und stellen 5 Stunden später fest, dass das eine blöde Idee war.

Klar, manchmal halten wir sogar eine Woche durch und schwitzen uns fast zu Tode. Aber dann ist es vorbei mit den guten Vorsätzen.

Was hier fehlt ist ein glasklares Ziel und die Gewohnheit – das System – um durchzuhalten.

Nicht umsonst schreibt Prof. Derick Wade, Berater für neurologische Rehabilitation und seit 2007 Gastprofessor an der Oxford Brookes University:

Der Nutzen von Zielvorgaben für das Management von Organisationen wurde umfassend untersucht  und es hat sich gezeigt, dass das Setzen von Zielen einer Person ihre Verhaltensänderung erhöht, vermutlich durch eine Erhöhung der Motivation (der Wunsch, in einer bestimmten Weise zu handeln).

Was dann noch fehlt ist das System.

Stell dir vor, du setzt dir das Ziel 200 € von deinem Einkommen zu sparen. Das kontrollierst du am Anfang knallhart. Aber Ziele hin oder her: Bald verlierst du den Fokus. Girokonto bleibt Girokonto. Geld fließt rein, Geld geht raus. Ein bisschen stört dich das schon, aber „das nächste mal“ kontrollierst du bestimmt. Mitnichten.

Genau deshalb ist es wichtig, ein easy anlegbares und automatisiertes System zu haben, dass dir die ganze Arbeit abnimmt: Das 3-Konten-Modell.

Das Ding ist: Es ist so einfach umzusetzen, dass es eine Schande ist das 3-Konten-Modell nicht zu verwenden. Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie du dieses System

  • zum laufen bringst
  • und für dich arbeiten lässt.
Warum du ein System brauchst um zu sparen

Warum du ein System brauchst um zu sparen

Mit dem 3-Konten-Modell entspannt ein Vermögen aufbauen

Das 3-Konten-Modell hilft dir nicht pleite zu gehen, ganz simpel zu sparen und trotzdem auf nichts zu verzichten zu müssen. Klingt gut, oder?

Die Idee ist simpel:

  • Lege drei separate Konten an. Ein Basiskonto, ein Sparkonto und ein Spaßkonto.
  • Überweise automatisch einen Fixbetrag auf das Spar- und Spaßkonto.

Dein Plan zum 3 Konten Modell

Das 3-Konten-Modell

Das 3-Konten-Modell

Voraussetzungen: Einnahmen und Ausgaben ansehen

Um erfolgreich dein neues Spar-System umzusetzen musst du wissen was du monatlich verdienst und ausgibst.

Mach deshalb genau das:

  1. Logge dich bei deiner Bank ein.
  2. Rufe dein Konto auf.
  3. Sieh dir die Einnahmen und Ausgaben der letzten drei Monate an.
  4. Schreibe die Einnahmen und Ausgaben auf pro Monat auf
  5. Unterteile die Ausgaben in regelmäßig anfallende Ausgaben und variable Ausgaben.
    1. Beispiel: Du zahlst regelmäßig Miete, Abos und deine Handyrechnung. Unregelmäßig sind deine Ausgaben für Medikamente, Nahrungsmittel und Freizeitaktivitäten.
  6. Berechne die durchschnittlichen Einnahmen und Ausgaben.
    1. Bei drei Monaten: Die monatlichen Einnahmen zusammenrechnen und durch 3 dividieren. Bei den Ausgaben alles zusammenrechnen und durch drei dividieren.
  7. Ziehe die Einnahmen von den Ausgaben ab. Das ist dein Fehlbetrag oder Überschuss.
  8. Fertig!

Jetzt bist du auf einem + oder – Betrag.

Bei einem Minus: Sieh dir deine fixen und variablen Ausgaben ganz genau an und reduziere unbedingt deine Kosten! Wenn du nichts angespart hast landest du sonst in der Schuldenfalle! Jeder hat mal schlechte Zeiten. Bitte verspricht mir, dass du etwas dagegen unternimmst.

Bei einem Überschuss: Dir hast Geld um zu sparen. Schau dir trotzdem deine Ausgaben an. Damit siehst du, ob scheinbar kleine Kosten wie der tägliche Snack beim Bäcker doch mehr ausmachen als du gedacht hast.

Nehmen wir folgendes an:

Du kennst deine Ausgaben. Jetzt berechnest du, wie viel Prozent das von deinen Einnahmen sind. Ziel ist, dass deine Ausgaben kleiner oder gleich 70 % ausmachen.

Einnahmen: 1.700 €

Monatliche Ausgaben: 1.100 €

Berechnung: 1.100 / 1.700 = 64,71 %

Über 70 %? Sieh dir deine Ausgaben an und reduziere einzelne Ausgaben, dass du auf die 70 % kommst. Denn das ist der Kern von diesem System: Mindestens 30 % von deinen Einnahmen nicht auszugeben.

Berechnungsvariante: Überschuss / Einnahmen (Dein Überschuss muss mindestens 30 % betragen)

Eröffne deine neuen Lieblings-Konten

Du hast es geschafft? Jetzt setzt du das 3-Konten-Modell um. 20 % legst du auf das Sparkonto, 10 % auf das Spaßkonto.

Hast du diese Konten noch nicht?

  • Geh zu deiner Hausbank und eröffne zwei weitere Konten
  • Vergleiche und eröffne ein neues Konto mit besseren Konditionen
Am besten ein Tagesgeldkonto für das Sparkonto und ein Giro- oder Tagesgeldkonto für das Spaßkonto.

Der Unterschied vom Tagesgeldkonto zum Girokonto ist, dass du vergleichsweise höhere Zinsen bekommst. Dafür kannst du nur Geld auf ein Referenzkonto – üblicherweise dein Girokonto – überweisen.

Vergleiche hier direkt, welches Tagesgeldkonto sich lohnt.

 

 

Was hat es jetzt aber mit den Konten auf sich und wie funktioniert das System automatisch?

Girokonto

Das Girokonto ist dein Hauptkonto. Dort fließen deine Einnahmen hin und deine Ausgaben raus. Also alles wie gehabt.

Sparkonto

Auf das Sparkonto überweist du die festgelegten 20 % von deinem Einkommen. Bei den 1.700 € sind das monatlich 340 € (1.700*0,2). Das Sparkonto ist Tabu, wenn es um die monatlichen Fix- und Konsumausgaben geht. Außer, du musst auf deine Rücklagen zurückgreifen. Dieses Konto dient dazu, einen Notgroschen anzusparen, und dem Vermögensaufbau.

Spaßkonto

Auf dein Spaßkonto kommen die restlichen 10 %. Bei 1.700 € sind das 170 €. Das Spaßkonto ist dein Lieblingsort, wenn es um Ausgaben für Events, Shoppen oder dem Kinobesuch geht.

Automatisiere – damit kommst zu 100%ig ans Ziel!

Kommen wir noch zu einem ganz essenziellen Teil. Du erinnerst dich: Wir brauchen ein automatisches System, um ganz simpel und ohne nachzudenken ein Vermögen aufzubauen. Denn dadurch implementieren wir sofort eine „Gewohntheit„, die wir nicht einfach umgehen können.

Der Schlüssel dafür sind Daueraufträge.

Was musst du tun? Rufe das Konto deiner Bank auf und lege zwei Daueraufträge mit den 20 und 10 % auf die jeweiligen Konten an.

Damit hast du dein ganz automatisch Spar-System angelegt. 🙂

Dein Plan zum 3-Konten-Modell

Dein Plan zum 3-Konten-Modell

Wie du die 20 % am Sparkonto nutzt

Jetzt bekommst du regelmäßig 20 % auf dein Sparkonto gut geschrieben. Das ist fantastisch! Damit baust du kontinuierlich Rücklagen auf.

Um nachhaltig und langfristig ein Vermögen aufzubauen gilt es jetzt, dein Geld weiter anzulegen. Das geht mit nur 25 € im Monat. (Ich habe dazu einen Beitrag verfasst, der speziell Studenten ansprechen soll – er ist aber genauso für Nicht-Studenten geeignet und zeigt dir, wie das funktioniert).

Lass dir mit diesem Schritt ruhig Zeit. Du hast bereits ein super System umgesetzt, um automatisch zu sparen. Lass dich erstmal feiern. 😉

Fazit

Das 3-Konten-Modell arbeitet automatisch für dich, um

  • systematisiert Geld zu scheffeln
  • und trotzdem auf nichts verzichten zu müssen

Sparen ist easy – mit der richtigen Strategie! Mit diesem System sparst du automatisch und effektiv. Du hast sofort einen besseren Überblick über deine Finanzen und siehst regelmäßig, wie dein Vermögen wächst. Mit dem Spaßkonto bleibt dir auch was für die schönen Dinge des Lebens übrig. Denn einschränken soll dich das 3-Konten-Modell nicht. Hardcore-Sparen muss nicht sein, um mehr Geld am Ende des Monats zu haben. Und wer weiß, vielleicht zählst du ja zu den Menschen, die mit 40 finanziell frei sind.

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